50 Jahre Heliswiss


Heliswiss, die Schweizer Helikopter Pionierin kann auf 50 Jahre Helikopter-Einsätze zurückblicken.
1953 - 2003

Über die ganze Welt verteilt waren und sind die Helikopter der Heliswiss im Einsatz. Vor 50 Jahren begann mit der Gründung der Schweizerischen Helikopter AG die Helikopterfliegerei in der Schweiz. Eigentlich ist es heute nichts besonderes , wenn eine Unternehmung auf 50 Jahre Geschäftstätigkeit zurückblicken kann. Wenn es sich jedoch um einen Betrieb aus der Helikopterbranche handelt, ist dies umso bemerkenswerter, da der Helikopter gemessen an anderen Erfindungen unserer Zeit, ein sehr junges Gerät ist. Denn das erste richtige senkrecht startende Luftfahrzeug wurde durch Professor Heinrich Focke 1936 in Berlin vorgestellt. Die Pilotin Hanna Reitsch führte im innern der Deutschlandhalle die ersten öffentlichen Flüge durch. Und nur gerade 17 Jahre später wurde der erste Helikopter am Schweizer Himmel gesichtet. Es war eine Bell 47 der jungen Belper Helikopterfirma Heliswiss, die in diesem Jahr auf 50 Jahre Helikopterfliegerei zurückblicken kann.


Die Anfänge der Heliswiss

Am 25. August 1952 trafen sich gegen hundert Personen aus Wirtschaft und Verkehr in Bern, um Fragen im Zusammenhang mit dem neuartigen Fluggerät "Helikopter" zu erörtern. Der bekannte Pilot Walo Hörning referierte über Technik, Betrieb und wirtschaftliche Aspekte des Helibetriebs. Er zeigte die positiven Aspekte so überzeugend auf, dass nach eingehender Diskussion der Anwesenden alle überzeugt waren, dass ein gewerbsmässig betriebener Helikoptereinsatz in der Schweiz erfolgsversprechend aussehen könnte.

Am 17. April 1953 wurde die Heliswiss Schweizerische Helikopter AG mit Sitz in Bern mit einem voll einbezahlten Aktienkapital von Fr. 350'000 gegründet.


Die ersten Helikopter in der Schweiz

Der erste Helikopter der Heliswiss war ein Bell 47 G-1. Am 23. September 1953 als HB XAG im Luftfahrzeugregister eingetragen, nahm er am 9. Oktober den Flugbetrieb auf. Im Januar 1954 traf als zweite Maschine, der Bell 47 G-1 HB-XAE, an Board einer DC-4 in Zürich-Kloten ein und gelangte auf der Strasse auf das Belpmoos. Weitere Bell 47 G-1 und G-2 folgten.

In den folgenden Jahren bis 1973, wurde über die ganze Schweiz ein flächendeckendes Netz mit verschiedenen Helikopter Basen aufgebaut. So starteten die Heliswiss-Helikopter ab Belp, Samedan GR, Domat Ems GR, Locarno TI, Erstfeld UR, Gampel VS, Gstaad BE und Gruyères FR zu ihren Transport- und Rettungseinsätzen. Bis die SRFW und heutige REGA ihr eigenes Helikopternetz aufgebaut hatte, wurde in deren Auftrag sehr viele Rettungseinsätze geflogen. Es kam oft vor, dass während Transportflügen die Crew die Baustelle eiligst verlassen musste, um in Not geratenen Menschen zu helfen.


Die Ära der Grosshelikopter beginnt


Das Jahr 1963 brachte eine wesentliche Verstärkung der Transportkapazität. Erstmals wurden in diesem Jahr neben den bisher verwendeten Kleinhelikoptern auch Grosshelikopter des Typs Agusta-Bell 204B, mit einer Triebwerksleistung von 1050 PS und einer Traglast von bis zu 1500 kg., eingesetzt. Mit der Einführung der Grosshelikopter war die Heliswiss aus dem Versuchsbetrieb zu einer nationalen Transportgesellschaft gewachsen, die unterschiedlichste und kaum mit anderen Mitteln zu bewältigende Aufgaben erfüllte.

1979 folgt die erste Bell 214 mit einer Traglast von bis zu 2,8 Tonnen und ab 1991 wird der Kran der Lüfte, die russische Maschine vom Typ Kamov eingesetzt. Mit dieser Maschine ist die Heliswiss wiederum viel im Ausland anzutreffen. Heute sind es nicht mehr die fernen Länder Surinam oder Tunesien. Heute werden die Schweizer Piloten und Flughelfer zu Einsätzen nach Tschechien, Österreich, Slowenien, Dänemark, Belgien, Deutschland, Frankreich oder Spanien gerufen.

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