Neuartiges Kollisionswarngerät für Rega - Helikopter


REGA "up to date"

Die Rega erfreut sich über wachsende Gönnermitglieds - Zahlen. So konnte im Jahr 2004 eine Steigerung um 52'000 Gönnerinnen und Gönner verzeichnet werden. Dies ergab einen Umsatz anstieg von 5%! Die ausgezeichnete Finanzplanung der Rega ermöglicht so einerseits, dass die Gönnerbeiträge seit 1991 nicht angehoben werden mussten und voraussichtlich auch nicht müssen. Andererseits ermöglicht die vorbildliche Planung auch, dass die Flotte, Infrastruktur und Technik der Rega auf dem neusten Stand der Technik ist! Denn auch nur so kann die Rega Ihren äusserst wichtigen und unverzichtbaren Auftrag erfüllen.

Neuartiges Kollisionswarngerät für Rega-Helikopter.
Die Rega rüstet alle ihre Rettungshelikopter mit einem neuartigen System aus, das auf elektronischer Basis vor Annäherungen anderer Flugzeuge sowie vor Kollisionen mit festen Hindernissen warnen soll.


Die Motivation

Kollisionen sind die zweit häufigste Kategorie von Flugunfällen in der General - Aviation. Viele tragische Unfälle im Alpenraum bestätigen dies immer wieder. Für die kommerzielle Luftfahrt existiert TCAS, das vor Annäherungen warnt und so Kollisionen vermeiden hilft. TCAS ist auch in der Lage, Annäherungen an Transponder ausgerüstete Kleinflugzeuge zu erkennen. TCAS wird aber nie Annäherungen zwischen zwei Kleinflugzeugen erkennen können. Gerade diese Bedrohung ist aber für die meisten Unfälle verantwortlich. Um genau diese Bedrohung zu minimieren soll ein neues Gerät warnen, das unter dem Namen "FLARM" von ETHZ-Ingenieuren entwickelt worden ist.


Funktions- und Bauweise

Das sehr kleine und leichte Gerät vereint viele Vorteile der modernen Elektronik in sich. Es warnt optisch und akustisch vor anderen Luftfahrzeugen, die sich auf Kollisionskurs befinden, sowie vor Kabeln und anderen festen Hindernissen. Alle bekannten Objekte sind in Form einer Datenbank dreidimensional erfasst. FLARM soll den Piloten bei dessen aktiver Luftraumbeobachtung unterstützen. Die Warnmeldungen sind so optimiert, dass der Pilot nur bei akuter Kollisionsgefahr gewarnt wird. Dadurch wird er nicht unnötig abgelenkt.

FLARM bezieht Positions- und Bewegungsinformationen vom integrierten GPS. Der zukünftige wahrscheinliche Flugweg wird bis zu 22 Sekunden vorausberechnet und über einen Funkkanal als digitale Meldung verbreitet. Gleichzeitig werden diese Meldungen anderer FLARM - Geräte innerhalb der Reichweite von bis zu 3 km. empfangen und mit dem prognostizierten eigenen Flugweg verglichen . Ebenfalls wird der eigene Flugweg mit den im Gerät gespeicherten festen Hindernissen verglichen.


Handhabung und Kosten

Das in der Handhabung unkomplizierte Gerät weist viele Vorteile auf. Einer der wichtigsten ist der relativ günstige Anschaffungspreis (ca. CHF 800.-). Denn dadurch ist eine grosse Verbreitung und damit Abdeckung möglich. Denn Flarm kann nur auf Hindernisse reagieren, die als feste Objekte eingegeben sind oder als bewegliche Hindernisse (Luftfahrzeuge) ihrerseits mit einem Flarm-Gerät ausgestattet sind. Von entscheidender Wichtigkeit ist dies zum Beispiel bei Segelflugzeugen. Ist ein Segelflugzeugpilot mit dem Flarm ausgerüstet, kann er die Signale anderer Hindernisse empfangen und er ist als „Hindernis“ auch von den anderen im Luftraum anwesenden Piloten zu erkennen.


Interessant für alle Piloten!

Bisher sind zum Beispiel ca. 90% aller Segelflugzeuge in der Schweiz und Österreich mit dem FLARM ausgerüstet. Umso grösser die Verbreitung ist, desto effizienter ist das System. Eine Version für Gleitschirmpiloten ist ebenfalls bereits in Planung! Nähere Informationen zu FLARM finden Sie unter folgendem Link: www.flarm.com

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