Red Bull X-Alps 2005 in Monaco mit dreifachem Schweizer Erfolg


„Ich bin überglücklich das Ziel erreicht zu haben. Zwischendurch habe ich schon nicht mehr daran geglaubt!“ – Kaspar Henny, dritter Platz bei den Red Bull X-Alps 2005


Noch vor vier Tagen musste Alex Hofer eine lange, kalte und nasse Nacht, eingehüllt nur in seinen Paragleiter, hoch oben in den Alpen verbringen. „Genau das ist der Spirit der X-Alps – der Mensch und sein minimales Equipment, draußen in der unbarmherzigen Natur der Berge“, sagt Hannes Arch, Organisator von Red Bull X-Alps 2005.


Red Bull X-Alps ist ein einzigartiges Adventure Race. Athleten aus 13 verschiedenen Ländern haben eine 800 km lange Strecke vom Dachstein Gletscher in Österreich, über die Zugspitze, dem höchsten Berg Deutschlands und den Mount Blanc in Frankreich bis hinunter nach Monaco hinter sich gebracht. Der Athlet durfte sich nur zu Fuß, mit dem Equipment am Rücken, oder mit dem Paragleiter fliegend fort bewegen und das ganze bei Tag und bei Nacht, hunderte Kilometer über die höchsten Berge Europas. Weder Straßenbahn noch Zug waren erlaubt, nur laufen und fliegen war die Devise der Sportler, die sogar jede Nacht mehr als einen Marathon laufend bzw. gehend absolviert haben.

Das Rennens über die höchsten Berge Europas hat keine Etappen und keine Rasttage. Es dauert solange bis der erste ins Ziel kommt. Nach 12 Tagen, 1 Stunde und 20 Minuten hat es der Schweizer Alex Hofer als Erster ins Ziel nach Monaco geschafft. Der Österreicher Helmut Eichholzer, konnte heute als Vierter das Ziel nur wenige Minuten vor dem offiziellen Rennende noch erreichen. Er ist heute Morgen die letzten Meter hinauf auf den Mont Gros, hoch über Monaco, gestiegen und konnte dann zum Ziel hinunter gleiten. Helmut hat schon sehr früh mit den Vorbereitungen für Red Bull X-Alps begonnen und dafür extra seinem Job gekündigt. Jeder Athlet hatte einen Supporter, der ihn während der durchschnittlichen 20 Rennstunden pro Tag mit Verpflegung, Navigation und psychologischen Beistand unterstützte.

Alex Hofer, Paragleit Weltmeister von 2003, meint im Vergleich zu seinem Weltmeistertitel: “Das hier war viel intensiver. Bei den Weltmeisterschaften fliegst du vielleicht 3 bis 4 Stunden pro Tag und hier geht es 24 Stunden fast durchgehend zur Sache.“

Race Director Steve Cox über die X-Alps 2005: „Wir hatten dieses Jahr wirklich großes Pech mit dem Wetter. Es war unglaublich hart und es musste wesentlich mehr Strecke zu Fuß zurückgelegt werden.“ Die Wettkämpfer haben etwa in der Nacht bei Schneesturm den Furka Pass in der Schweiz überquert, den Mt. Blanc in 4000 Meter Höhe fliegend umrundet und gegen den starken Wind am letzten Stück durch Frankreich ankämpfen müssen.

Das Rennen wurde Dank des „Live Tracking“ auf www.redbullxalps.com von einer breiten Masse an internationalen Zusehern verfolgt. Die exakte Position jedes Athleten konnte auf detaillierten Karten der Alpen genau bestimmt werden. „Es war so aufregend zu wissen, dass man während des Rennens von zehn tausenden Menschen auf ihren Bildschirmen live beobachtet wird“, sagte X-Alps Teilnehmer Stefan Bocks aus Deutschland.

Statistiken: Aidan Toase (GBR) und Toma Coconea (ROM) sind an einem Tag einmal mehr als 2 volle Marathons gegangen – über 90km!! Helmut Eichholzer (AUT) konnte mit einem unglaublichen 185 km Flug die weiteste Strecke während des Events fliegend zurücklegen.

Vier der insgesamt 17 Teams konnten innerhalb des 48 Stunden Zeitfensters nach Ankunft des Ersten das Ziel erreichen. Ergebnisse, Bilder und Videos dieses einzigartigen Abenteuers finden Sie auf www.redbullxalps.com.


Endergebnis:

1. Alex Hofer / Heinz Haunschild – SUI
2. Urs Lötscher / Andreas Wild – SUI
3. Kaspar Henny / Elio Baffioni – SUI
4. Helmut Eichhozer / Elisabeth Rauchenberger – AUT
5. Michael Gebert / Florian Schellheimer – GER
Stefan Bocks / Hansi Keim – GER
7. Aidan Toase / Jan Toase – UK
8. Toma Coconea / Cornel Calutiu – ROM


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