25 Jahre JU-AIR


Die JU-AIR darf mit Stolz das 25 jährige Jubiläum feiern. Die Airline mit Ihren historischen Ju-52 erlebte in den 25 Jahren Höhenflüge wie auch einige Tiefschläge. Trotzdem ist die JU-AIR auf absolutem Erfolgskurs. Dies ermöglichen die mittlerweile 180 freiwilligen Helferinnen und Helfer sowie die zahlreichen Sponsoren und Gönner. Das diesjährige Jubiläum feiert JU-AIR am 8. September 2007 in Dübendorf. Zu ehren der JU-AIR wird auch die Patrouille Suisse der Schweizer Luftwaffe mit ihrem Display bei der Jubiläumsfeier zu Gast sein.


Die Geschichte der JU-AIR

Die Geschichte der JU-AIR beginnt bereits im Jahr 1981. Die drei Ju-52, die über 40 Jahre bei der Schweizer Luftwaffe im Einsatz standen, wurden ausgemustert. Bei einer ausserordentlichen Generalversammlung des VFMF (Verein der Freunde des Museums der schweizerischen Fliegertruppen) im gleichen Jahr wird dann die Übernahme der Trägerschaft des Flugbetriebs der Ju-52 beschlossen.

Die heutige JU-AIR fand Ihre Geburtsstunde im Jahr 1982. Mit einer grossangelegten Sammelaktion unter dem Motto „Flieg weiter Ju-52“ kamen Spenden in der Höhe von CHF 600'000 aus der ganzen Schweiz zusammen. Dies ermöglichte die Überführung der Flugzeuge vom militärischen in den zivilen Flugbetrieb.

1983 erfolgte die Aufnahme des regulären Rundflugbetriebes ab Dübendorf mit den Ju-52 HB-HOS und HB-HOP. Mit diesen beiden Flugzeugen wurden im 1. Jahr 5'500 begeisterte Passagiere befördert. Die Abfertigung der Passagiere fand in einfachen Baubaracken statt. Die daraus resultierende grosse Arbeit konnte nur dank 60 ehrenamtlichen Helfern bewältigt werden.

Während des jungen Flugbetriebs stieg die Nachfrage kontinuierlich an und erforderte im Jahr 1985 die Inbetriebnahme der 3. Ju-52, der HB-HOT. Auch die schweizerische Landesgrenze wurde mit der ersten grossen Auslandreise nach Lanzarote auf den Kanarischen Inseln im Jahr 1986 überflogen.

Im Jahr 1987 war Glück und Unglück sehr nahe zusammen! Denn auf dem Flugplatz von Koblenz verunglückte die HB-HOS. Der Sachschaden betrug CHF 2 Mio. Doch glücklicherweise wurden bei diesem Unglück keine Personen verletzt und die HB-HOS konnte ihren Flugbetrieb im Jahr 1988 wieder aufnehmen.

Immer weitere Destinationen standen auf dem Flugplan und so flog die JU-AIR im Jahr 1989 ans Nordkap in Norwegen.

Im Jahr 1990 flog die JU nach Dessau (D) an den Geburtsort der Ju-52 zu den Junkers Werken. Es wurde mit den Restaurationsarbeiten an der JU Düsseldorf begonnen, sowie die Zertifizierung zum Betrieb der BMW-Motoren mit bleifreiem Autobenzin in die Wege geleitet.

Die alte Holzhalle 9 in Dübendorf stand im Jahr 1992 im Mittelpunkt des Geschehens. Den bei der GV des VFMF wurde beschlossen, die alte Holzhalle 9 durch eine neue Halle zu ersetzen. Nach den Bauarbeiten konnte in der Folge die neue Halle 9 bereits im Jahr 1993 eingeweiht werden.

Auch Werbung fand Ihren Platz. Denn im Jahr 1996 bekam die HB-HOS eine neue Lackierung in den bekannten „Milka“ Farben.

Auch das Jahr 1997 war ein historischer Meilenstein. Denn nicht nur die HB-HOY (Düsseldorf Express) wurde wieder in den Flugbetrieb aufgenommen. Auch ein historisches Treffen der letzten 5 noch fliegenden Ju-52 (4x JU-AIR, 1x Lufthansa) fand auf dem Flugplatz Mönchengladbach statt. Auch die Zertifizierung durch das Bundesamt für Zivilluftfahrt für den Betrieb der BMW-Motoren mit bleifreiem Benzin konnte von nun an in das Geschichtsbuch der JU-AIR eingetragen werden.

Das Jahr 1998 war ein Jahr mit Hochs und Tiefs. Denn einerseits konnte erfreulicherweise der reguläre Flugbetrieb ab Mönchengladbach aufgenommen werden doch andererseits kam es auch erneut zu einem Zwischenfall. Denn die HB-HOS touchiert bei der Landung in Samedan eine Schneemauer. Die ernüchternde Schadenssumme betrug CHF 1.2 Mio. Doch auch dieser Rückschlag wurde bravourös überwunden und die HB-HOS flog ab Juni 1998 wieder und erst noch im neuen IWC Look.

Der historische Millennium Silvester war für JU-AIR Grund genug, die ganze Flotte um 24:00 Uhr (1999 / 2000) in der Luft zu haben und so ins neue Millennium zu fliegen! Angeknüpft an spezielle Momente startete die HB-HOS (IWC) am 11. Januar 2000 zum „round the world“. Geplant war eine Weltumrundung mit Sponsor IWC.

„Die JU-AIR ist auf Erfolgskurs“ durfte gesagt werden, was auch die Zahlen im Jahr 2001 bewiesen. Denn seit 1983 hatte sich die Zahl der Passagiere von 5'500 auf 13'000 erhöht und die Zahl der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer stieg von 60 auf 180 freiwilliger Helferinnen und Helfer. Nur dank ihnen und den zahlreichen Gönnern und Sponsoren ist es gelungen aus der JU-AIR einen so erfolgreichen Betrieb zu machen!

Das 20 jährige Jubiläum konnte die JU-AIR im Jahr 2002 feiern. Im April 2002 konnte auch die neue Museumshalle eröffnet werden, was Grund genug war für ein Fest mit attraktiver Flugshow.

Das Jahr 2003 stand im Zeichen des Films. „Film ab, Ton läuft, Ruhe bitte!“ So hiess es bei der Entstehung des Films „JU-AIR im Rampenlicht“. Dieses interessante Filmdokument ist unter anderem im Online Shop der JU-AIR erhältlich.

Die HB-HOY erhält im Jahr 2004 ein neues Kleid und wirbt nun für Hapimag. Gleichzeitig macht die alte Swissair DC-3 ihren Jungfernflug nach London.

Gleich drei der „alten Ladys“ feiern im Jahr 2005 ihren 66 Geburtstag. Es sind die HB-HOP, HB-HOS und HB-HOT. Ein Geburtstag, der sich in der Aviatik sehen lassen kann. Bedenke man, wie viele Flugzeuge ein solches Alter erreichen und immer noch im Flugbetrieb mit Passagieren sind.

Das Jahr 2007 ist ein weiteres Jubiläumsjahr für die JU-AIR. Denn diese einzigartige Fluggesellschaft darf auf 25 Jahre erfolgreiche Fliegergeschichte zurückblicken und mit viel Elan in die Zukunft fliegen!

Swiss-Sky.ch gratuliert der JU-AIR zum Jubiläum und wünscht weiterhin so viel Erfolg und Freude an der Fliegerei wie in den vergangenen, stolzen 25 Jahren!


Technisches zur Ju-52

Anschliessend einige Eckdaten zur fliegenden Legende Ju-52. Die vor 1939 gebauten Ju-52 der Junkers Flugzeugwerke in Deutschland besitzen eine Tragflächenspannweite von 29.25 m. und eine Rumpflänge von 18.90 m. Mit einer Höhe von 6.10 m. und einem maximalen Abfluggewicht von 10.5 Tonnen erreicht die Ju-52 eine Reisegeschwindigkeit von 180 km/h.

Beim Take Off wird eine Strecke von ca. 450 m benötigt. Um wieder zu landen werden ca. 400 m. in Anspruch genommen (je nach Gewicht).

An Gewicht kann die Ju-52 3.5 Tonnen zuladen, was in der Verrechnung mit dem maximalen Abfluggewicht ein Leergewicht von 7 Tonnen ergibt.

Die drei 9-Zylinder BMW Triebwerke leisten jeweils 650 PS bei einer maximalen Tourenzahl von 2050/min. Da aus Lärmschutzgründen die Ju-52 mit reduzierter Leistung fliegt ergibt der Antrib der drei Triebwerke im Reiseflug jeweils eine Leistungsabgabe von ca. 500 PS.


Die JU-AIR und das Air Force Center Dübendorf

Wer noch nie im Air Force Center in Dübendorf war oder gar die JU-AIR noch nicht kennt, sollte sich dies bald gönnen. Denn im Air Force Center in Dübendorf steht eine Vielzahl von absolut interessanter Aviatikgeschichte für Sie bereit, die Sie sich eigentlich nicht entgehen lassen sollten. ;)

Auch ein Flug mit der JU-AIR ist ein aviatischer Leckerbissen! Zu erleben, wie vor Jahren Passagiere ihre Destinationen erreicht haben und gleichzeitig einen Rundflug der speziellen Art zu erleben. - "Ready for Take Off!" ;)


Weitere Informationen

Auf der Webseite der JU-AIR und des Air Force Center Dübendorf finden Sie weitere Informationen zu diesen einzigartigen Erlebnissen und wie Sie zum Beispiel einen Flug mit der Ju-52 buchen können. Viel Spass und guten Flug!

Link zur Webseite der JU-AIR und des Air Force Center Dübendorf: Hier klicken!

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